Apotheke Günzburg - Wissenswertes

Das grüne Rezept
Das grüne Rezept signalisiert dem Patienten, dass die Anwendung des zu verordneten Arzneimittels medizinisch geboten ist, die Kosten jedoch nicht von der Gesetzlichen Krankenversicherung übernommen werden. Es ist eine Merkhilfe für den Patienten bezüglich Name des Präparats, Wirkstoff, Darreichungsform, Packungsgröße etc.
Sie können das grüne Rezept nutzen, um bei der Einkommenssteuererklärung eine außergewöhnliche Belastung im Sinne der Abgabenordnung nachzuweisen.
Mit der Einführung des grünen Rezeptes engagieren sich die beteiligten Organisationen dafür, dass Patienten trotz der Ausgrenzung nicht verschreibungspflichtiger Arzneimittel aus dem Leistungsumfang der Gesetzlichen Krankenkassen auch in Zukunft die bisherige medizinische Therapie erhalten können.

 
Das rote Rezept
Arzneimittel gelten als eine besondere Ware. Ein Hauptgrund dafür ist, dass für Ihre Anwendung eine gewisse Sorgfalt erforderlich ist. In vielen Fällen ist hierzu der Patient selbst in der Lage. Bei einigen Arzneimitteln jedoch erfordert die Vergabe besondere Kenntnisse medizinischer oder pharmazeutischer Art. Daraus folgt, dass nicht jedes Medikament ohne spezielle Überwachung an Patienten ausgegeben werden darf. Hierzu zählen die verschreibungs- oder rezeptpflichtigen Arzneimittel, die im Gegensatz zu den frei verkäuflichen und apothekenpflichtigen Präparaten nur in Apotheken und erst nach Vorlage einer ärztlichen Verordnung (Rezept) ausgegeben werden dürfen. Dies stellt sicher, dass der untersuchende Arzt eine Krankheit diagnostiziert und ein entsprechendes Medikament verordnet hat. Entsprechende Präparate sind auf ihrer Verpackung auch mit "verschreibungspflichtig" gekennzeichnet.
 
Festbetragsdifferenz
Die Krankenkassen erstatten für viele Medikamente nur den Festbetrag (= festgelegter Höchstbetrag). Die Differenz zwischen Festbetrag und echtem Medikamentenpreis (= Festbetragsdifferenz) muss der Patient selbst bezahlen. Dies entbindet allerdings nicht von der gesetzlichen Zuzahlung. Die Festbetragsdifferenz betrifft alle gesetzlich Versicherten, auch bei Zuzahlungsbefreiung.
 
Rabattverträge und Vertragsartikel
Seit Inkrafttreten der aktuellen Gesundheitsreform dürfen Krankenkassen mit Arzneimittelherstellern Verträge für Medikamente aushandeln. Diese Verträge werden Rabattverträge genannt. Die Apotheken werden damit gesetzlich verpflichtet, Medikamente, für die Rabattverträge bestehen, an die Kunden abzugeben - auch, wenn der behandelnde Arzt auf dem Rezept das Medikament eines anderen Herstellers verschrieben hat. Der Kunde erhält in jedem Fall ein gleichwertiges Medikament, das exakt den gleichen Wirkstoff und die gleiche Wirkstoffmenge enthält wie verschrieben.
Die Krankenkasse des Kunden erhält dafür von der Herstellerfirma des Vertragsmedikamentes eine Rabattzahlung, welche die Krankenkasse finanziell entlastet.
Die Obere Apotheke und die Apotheke im Ärztehaus bekommen die Informationen zu Vertragsartikeln der jeweiligen Krankenkassen regelmäßig alle 14 Tage per Update in ihre Apothekensoftware eingespielt. So können wir Ihnen als Patient/in gewährleisten, dass wir uns stets auf dem aktuellsten Stand befinden.
 

Generika
Medikamente, die eine wirkstoffgleiche Kopie eines bereits unter einem Markennamen auf dem Markt befindlichen Medikaments sind, bezeichnet man als Generika (Singular: Generikum). Abweichungen bezüglich enthaltener Hilfsstoffe und Herstellungstechnologien zum Originalpräparat sind dabei zulässig.
Ein Generikum soll dem Originalprodukt in dessen beanspruchten Indikationen therapeutisch äquivalent sein, d. h. es muss ihm in Wirksamkeit und Sicherheit entsprechen. Generika werden meist wie folgt benannt: Freinamen des Wirkstoffes (International non-proprietary name, INN) plus Zusatz des Herstellers. Desweiteren werden Markengenerika (branded generics), welche patentfreie Wirkstoffe unter einem neuen Handelsnamen enthalten, angeboten. Ein Generikum ist in der Regel preisgünstiger als das Arzneimittel des Erstanbieters, da die Forschungs- und Entwicklungskosten bei der Produktion des Wirkstoffes entfallen und deshalb auch nicht wieder eingespielt werden müssen. Die Preise für generische Medikamente betragen teilweise nur ein Drittel des Originalpräparates.

Um den durch die pharmazeutische Forschung erzielten Nutzen nicht sofort an die Generika-Hersteller zu verlieren, sind die von den forschenden Arzneimittelherstellern (in Deutschland organisiert im Verband Forschender Arzneimittelhersteller) entwickelten Produkte durch Patente geschützt. Der Patentschutz bewirkt, dass die Originalpräparate in den ersten Jahren nach der Markteinführung keine Konkurrenz durch Generika bekommen.
Seit dem 1. Juli 2006 sind besonders preiswerte Medikamente, also vor allem Generika, von der gesetzlichen Zuzahlung befreit.

 

Hier finden Sie noch Links zu den wichtigsten Krankenkassen in Deutschland für Rückfragen: