Schulmedizin

Als klassische Schulmedizin gilt die Diagnostik und Therapie nach wissenschaftlichen Methoden wie sie an medizinischen Hochschulen gelehrt wird. Ihr Einsatz führt zu einer Nachvollziehbarkeit und einer statistischen Relevanz der Ergebnisse. Diese Wirksamkeit ist durch randomisierte Doppelblindstudien bestätigt .Daher wird diese Art der Medizin auch als evidenzbasierte Medizin bezeichnet.
Prozentual liegt heute der Anteil der verkauften schulmedizinischen Arzneien bei ca. 75%. Vom Rest machen Phyto- (= pflanzliche) und homöopathische Arzneimittel wiederum den größten Teil aus.

Der Siegeszug der synthetische Arzneimittel-Herstellung

Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war die Herstellung von Arzneien fast ausschließlich Aufgabe der Apotheken. Dort wurden die Medikamente oftmals nach alten, als Familiengeheimnis überlieferten Rezepturen oder nach einem ärztlichen Rezept in kleinsten Mengen gefertigt. Philippus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, besser bekannt als Paracelsus ebneten den Weg zur uns bekannten pharmazeutischen Chemie. Er war es, der erstmals eine systematische Erforschung der Krankheiten und der Heilmittel betrieb. Nach seinem Verständnis der Dinge und damit auch der Krankheiten und ihrer richtigen Behandlung, seien einerseits empirische Befunde, andererseits - und weitaus wichtiger - die Betrachtung des Großen und Ganzen notwendig (Quelle: Wikipedia).

Das 19. Jahrhundert war die Zeit der großen Entdeckungen auf dem Gebiet der Pflanzeninhaltsstoffe, deren chemischer Aufklärung und auch Synthese. Es war aber auch die Zeit, in der neue Stoffe synthetisiert wurden auf der Suche nach einem neuen Arzneitmittel. Die serienmäßige Herstellung führte von selbst zu einer gleichbleibenden Verpackung, der Eigenname des Medikamentes und das Warenzeichen des Herstellers wurden geschützt, das Markenarzneimittel war geboren. Ab dem 19. Jahrhundert konnten Arzneien erstmals industriell hergestellt werden - somit begann der Siegeszug der synthetischen Arzneimittel.

Es wird 1875 das Pilocarpin aus dem Jaborandiblättern, 1891 aus dem Fingerhutblättern das Digitonin und 1899 das Digitoxin isoliert. Es wurde praktische jede Pflanze, deren pharmakologische Wirkung z. T. schon Jahrhunderte lang bekannt war auf ihre Inhaltsstoffe untersucht.

Der nächste Schritt wurde gemacht, als vorhandene pflanzliche Inhaltsstoffe "verbessert" wurden, etwa indem die Löslichkeit oder auch ihre "Giftigkeit" verändert wurden.
So konnte das schwer lösliche Theobromin als Natriumsalz mit salicylsaurem Natrium als "Diuretin" der Fa. Knoll 1895 und mit essigsaurem Natrium als "Agurin" 1901 von der Fa. Bayer in den Handel gebracht werden. Die Veredelung vorhandener Arzneistoffe führte auch 1897/98 zum "Heroin", als nämlich das Morphin mit Essigsäure acetyliert wurde, wobei die Giftigkeit erheblich gesteigert wurde. 1899 aber führte eine Acetylierung der Fa. Bayer zum Volltreffer: Felix Hoffmann acetylierte die Salicylsäure und erfand das weltweit bekannte Aspirin®.
Ein weiterer Meilenstein in der Pharmaziegeschichte war die Entdeckung des Penicillins aus einem Schimmelpilz durch Alexander Fleming. Das Penicillin konnte eine Vielzahl von Infektionen heilen bzw. verhindern - dies war die Geburtsstunde der Antibiotika. Überaus erfolgreich erwies sich nun der Kampf gegen die zahlreichen Infektionskrankheiten.
Heutzutage sind viele Krankheiten fast zur Gänze ausgerottet. Unsere Vorfahren hingegen wurden davon noch in Massen hinweg gerafft. Ein gutes Beispiel hierfür sind die Pocken, welche durch Massenimpfungen fast so gut wie verschwunden sind.

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